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16. May 2012

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Jiu Jitsu  – eine klassische japanische Selbstverteidigung

Dieses Angebot richtet sich an alle, die am regelmäßigen Erlernen von praxisorientierter Selbstverteidigung interessiert sind und die Traditionen nicht aus den Augen verlieren möchten.

 

„Die sanfte / nachgebende Kunst“ – ehemals auch als Yawara bekannt – ist eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Jiu Jitsu kann unabhängig vom Alter und Geschlecht trainiert werden und bietet ein breites Spektrum von Möglichkeiten zur Selbstverteidigung und – unter anderem durch Stärkung des Charakters und Selbstbewusstseins – auch zur friedlichen Lösung von Konflikten.

Jiu Jitsu wurde von Samurai praktiziert, um bei einem Verlust oder Verbot der Hauptwaffen (Schwert, Speer, Schwertlanze, Bogen, etc.) waffenlos oder mit Zweitwaffen weiterkämpfen zu können. Diese Kampfkunst war zunächst geheim und nur dem Adel vorbehalten, im Laufe der Zeit wurde sie aber auch von nichtadligen Japanern ausgeübt

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Ein übergeordnetes Ziel im Jiu Jitsu ist es, einen Angreifer – ungeachtet dessen, ob er bewaffnet ist oder nicht – möglichst effizient unschädlich zu machen. Dies kann durch Schlag-, Tritt-, Stoß-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken geschehen, indem der Angreifer unter Kontrolle gebracht oder kampfunfähig gemacht wird. Dabei soll beim Jiu Jitsu nicht Kraft gegen Kraft aufgewendet werden, sondern – nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ – soviel wie möglich der Kraft des Angreifers gegen ihn selbst verwendet werden

 

Entstehung in Japan

Die genaue Herkunft der antiken Kampfkunst Koryu Ju Jutsu (Jiu Jitsu) – früher auch Yawara, Tai Jutsu, Kenpo, Hakuda, Aiki [Ju] Jutsu, Kogusoku, Koshi No Mawari, Kumi Uchi, Torite, Shubaku etc. genannt – ist heute kaum eindeutig feststellbar.

Selbst Jigoro Kano (Begründer des Kodokan-Judo) schrieb, dass viele zu gerne ihre „eigene“ Entstehungsgeschichte darstellen und dadurch die eigentliche Herkunft verschleiert bleibt. Anschließend beschreibt er mögliche Entstehungsarten und -mythen. In einer dieser Entstehungsmythen wird das Grundprinzip des Jiu Jitsu „Nachgeben, um zu siegen“ besonders deutlich:

Darin heißt es, dass Akiyama Shirobei Yoshitoki (ein im 16. Jahrhundert in Nagasaki lebender Arzt) auf seiner Studienreise durch China in Klöstern neben medizinischem Wissen auch Unterricht im waffenlosen Nahkampf (Hakuda/Baida) erhielt. Dabei stellte er die körperliche Stärke als Voraussetzung zur Ausführung der Techniken fest. Zurück in Japan, unterrichtete Akiyama das aus China mitgebrachte Hakuda, doch viele seiner Lehrlinge wandten sich von diesem Kraft-betonten System ab. Eines Winters dann beobachtete Akiyama, wie die massiven starren Äste einer Kiefer unter der Last herunterkommender Schneemassen brachen, während sich die dünnen Äste einer daneben stehenden Weide unter der Last des Schnees so lange herunterbogen, bis der Schnee abglitt, um sich dann unversehrt wieder aufzurichten. Inspiriert von dieser Beobachtung, gründete er die erste Schule der „Wissenschaft von der Nachgiebigkeit“ und nannte sie Yoshin-Ryu (Weiden-Schule).

Jiu Jitsu in unserem Shinzan Dojo

Wir unterrichten das Jiu Jitsu mit den Blick auf die traditionellen Wurzeln und dessen Herkunft.

Für uns ist das ein sehr wichtiger Punkt, denn nur wenn man die Grundlagen kennt und versteht, kann man die Dinge für sich besser umsetzen und einsetzen.

Zwei der Samurai-Ryu des Bujinkan werden zum besseren Verständnis des Jiu Jitsu in unserem Dojo mit einfließen gelassen. Somit erkennt der Trainierende, dass alles eine Einheit bildet und sich beide Kampfkünste ergänzen können.

Unser Dojo und unsere Mitglieder sind in der

Interessengemeinschaft für moderne Selbstverteidigung

現代縖己槎瞥をめざす利益共同体

 

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