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Klassische Kampfkunst oder moderner Kampfsport ?

Es ist eine Frage, die sich jeder selbst beantworten muß!

Die Entscheidung für etwas klassisches oder für etwas modernes, liegt in der Absicht / in dem gewünschten Ziel der jeweiligen Person.

Möchte sich die Person in Wettkämpfen, auf Meisterschaften mit anderen messen, dann ist die Entscheidung klar für eine Wettkampfsportart.

Hier gibt es dann wieder eine "Qual der Wahl" für welche man sich entscheiden soll.

Hier ist es hilfreich, sich verschiedene Richtungen mit den unterschiedlichen Schwerpunkten des Kämpfens zu testen, um dann festzustellen, welche Sportart einem zusagt.

Möchte man hingegen etwas, dass nicht auf Wettkämpfe oder Meisterschaften ausgelegt ist, aber mit dem "Kämpfen" zu tun hat, erlernen, dann sollte man sich für eine klassische Kampfkunst umschauen. 

Weltweit gibt es über 3000 verschiedene Kampfkunst / -sport Stile !!

Was lernt man in unserem  Dojo?

Im Shinzan Budojo werden klassische japanische Koryu (Kampfkunst-Schulen) unterrichtet.  Es sind Stile,  die aus ihrer Vergangenheit

heraus komplexer, vielseitiger und "aufwendiger" im Erlernen sind.

Die Ausbildung in den klassischen Stilen umfasst folgende Punkte:

* waffenloser Kampf

   Der Ausübende erlernt den "Kampf" aus / in  verschiedene Distanzen.

   Es werden Schläge, Tritte, Würfe und diverse Festhaltetechniken  erlernt.

* bewaffneter Kampf

   Der Ausübende erlernt den Umgang mit den verschiedensten Waffen der jeweilige Schule 

   z.B. Katana / Speer / Lanze / Tanto / Stock (in unterschiedliche Längen)

 

* unbewaffnet gegen Waffen

  Der Ausübende lernt das Verteidigen gegen einen bewaffneten Gegner.

Alle Ausbildungsbereiche werden in Kata  / Formen mit einem Partner gemeinsam.

Eine Kata ist ein simuliertet Kampf, in der eine Technik in einem festgelegten Bewegungsablauf eingeübt wird.

Ist das Lernen von Kata noch zeitgemäß ?

Die deutliche Antwort ist ja!

Eine Kata ist nicht anderes als ein Technik- / Bewegungstraining, wie es in jeder Sportart oder Kunstvorkommt.

Nur man nennt es überall anders !

Erlernt man das Schreiben, muss die Hand und der Kopf etwas bewußt einstudieren, bis es zu einer natürlichen Sache wird und man es wie selbstverständlich anfühlt.

Jeder Boxer  / Ringer trainiert in einem Sparring seine Bewegungsabläufe bevor es in den freien Kampf geht!

Ballsportarten trainieren Spielzüge, damit die Spieler, ihre Position und "vorgehen " in einem

Match kennen. 

Das Kämpfen hat sich doch weiterentwickelt !?

Grundsätzlich hat sich das Kämpfen nicht weiterentwickelt !    Ein Schlag bleibt ein Schlag und ein Tritt bleibt ein Tritt!

Die Körper der Menschen haben sich ebenso seit Jahrhunderten nicht verändert!

 

Was sich entwickelt hat, ist der Umgang der Menschen miteinander.  Überall auf der Welt wird der Umgang wieder brutaler und rücksichtloser.  Die Hemmschwellen für einen körperlichen Übergriff sind gesunken ! 

Die Art und die Brutalität hat, für die heutige Zeit, einen neue Ebene erreicht !

Wann man es dann genau betrachtet, hat sich der Mensch in dieser Richtung zurück entwickelt !

Die "Kunst des Kämpfens" hat sich immer auf die erforderlichen Ereignisse einzustellen.

Hier ist nicht das System / der Stil entscheidend.

Grundsätzlich gilt für jede Stilrichtung:   Sie ist nur so gut, wie der "Kämpfer" selbst.

Etwas modernes zu lernen ist doch besser !? 

Der Kampf ist auch nicht moderner geworden.

Nur weil jemand einen "neuen Stil" entwickelt, der durch Nutzung der sozialen Medien und dem modernem Marketing "modern" auftritt,

hat sich der Kampf an sich nicht geändert.

Das ist oft das Bild was in der Flut der Informationen vermittelt wird.

Grundsätzlich entstehen verschiedene Stile, weil Menschen an einen Kampf unterschiedlich herangehen, um sich dadurch einen Vorteil zum Gegner erhoffen. 

 

Moderne Kampfsportarten entstehen, weil der Durst nach neuen, spektakuläreren, hipperen" Dingen steigt.

Der Wettkampfsport erfindet sich neu, den heute ist der Kampf um Zuschauerzahlen wichtiger geworden.  

Das Ziel ist es, am Markt (soziale Median, Übertragungsrechte, Merchandising) mit modernen Gladiatoren, mit mehr oder weniger Regeln,

Geld zu verdienen.  Hier verdienen alle Beteiligten! 

Durch Veränderung der Regel, versucht man diese "Shows" interessanter zu machen.

Konnte der Sieger (egal wie die Titel sind) mit seinem Kampfstil gewinnen, gilt der Stil als besonders und dieser Stil erfreut sich größerem Zulauf.  Doch was viele nicht sehen - ist der Schweiß, das Blut und die Entbehrung, die die modernen Gladiatoren aufwenden müssen,

um dort zustehen. Alleine dafür gehört allen Respekt gezollt.

Das richtige Kämpferherz, der Wille und das Durchhalten zählen in den Momenten mehr als jede Stilrichtung /jedes System!

Grundsätzlich gilt für jede Stilrichtung:   Sie ist nur so gut, wie der "Kämpfer" selbst.

Moderne Selbstverteidigung-Systeme sind effektiver!? 

Das sind die Hybriden der Kampfeswelt oder wie es gerne beworben wird:

"Das Beste aus verschiedenen Stilen"

Hier werden oftmals Kampfsportarten miteinander "vermischt" oder auch zusammen geführt.  Der neue Stilbegründer nimmt sich aus verschiedenen Systemen, die Dinge heraus, die er in einem andern vermisst oder dort nicht gelehrt wurden.

Man nimmt z.B. ein Bischen vom Judo, ein Teil vom Kickboxen 

Wichtig ist auch die Frage an die eigene Person - Wie lange möchte ich wirklich meinen Kampfsport / meine Kampfkunst ausüben ?

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