Jutai Jutsu 柔体術

Die Systeme des unbewaffneten Kampfes wurden während der Muromachi-Zeit (1333-1573) entwickelt und ausgeübt.

Diese Systeme werden gemeinsam als traditionelles japanisches Jujutsu

(日本 古 流 柔 術) bezeichnet.

 

In dieser Zeit waren die System nicht speziell für den unbewaffneten Kampf bestimmt, viel mehr waren sie ein Mittel, um sich gegen bewaffnete Gegner zur Wehr setzen zu können. 

 

Sie waren für den Kampf gegen bewaffnete Krieger in Rüstung (leichte und schwere Yoroi) entwickelt und mußten auf dem Schlachtfeld einsetzbar sein.

 

In der Schlacht, war es oft sehr umständlich oder sogar unmöglich, für einen Samurai sein Langschwert zu benutzen. Aufgrund der Distanzen auf einen Schlachtfeld war es dagegen oftmals effektiver ein kürzeres Schwertes oder einen Dolch einztusetzen oder sich auf seine bloßen Händen zu verlassen.

Nach Zeit der Bürgerkriege in Japan, wurden viele Schulen der verschieben 

Jujutsu-Systeme innerhalb des Familienclans trainiert und weitergegeben. 

Diese Systme werden korrekt als Edo Jujutsu (während der Edo-Zeit, von 1603 bis 1868 gegründet) klassifiziert.

 

Das Augenmerk der Kampfsausbildung verschob sich vom Schlachtfeld auf die "alltäglichen Sicherheitsbedürfnisse", wo durch ein Umdenken auf die neuen Begebenheiten für die Koryu (traditionelle Schulen) statt fand.

Der Gegner war nun nicht mehr auf dem Schlachtfeld und trug auch keine Rüstung, sondern konnte einem Samurai im täglichen Leben begegnen.

 

Der Feind oder Gegner, der nun in Friedenszeiten einem gegen-überstand, trug normale Straßenkleidung.

Aufgrund dieser Entwicklung, legten die meisten Systeme, die zum Bereich Edo-Jujutsu gehörten, das Augenmerk auf den Angriff der gegnerischen Vital-punkte, was wiederum bei einem Gegner in Rüstung nicht anwendbar gewesen wäre.

Gelegentlich waren unauffällige Waffen wie Dolche, Messer oder Eisen-Fächer in den Lehrplänen der verschiedenen Jujutsu Systeme enthalten.

Ausbildungsbereiche der einzelnen Ryu-ha

Taijutsu ,体術   

Übersetzung: "Körper-Technik" oder je Kanji "Körper" & "Kunst"

 

In der Kampfkunst bedeutet es "Die Kunst den Körper zu verwenden".

Die Ausbildung im Shinzan Budojo beinhaltet vier untergeordnete Arten des Taijutsu.  

 

Jede dieser Formen hat charakteristische Unterschiede in der Kampfmethodik, welche die einzelne Traditionen definieren und beinhalten unterschiedliche Methoden des waffenlosen Kampfes.

Folgende Unterarten des waffenlosen Kampfes sind in den Schulen (Ryu-ha) beinhaltet :

 

Jutaijutsu 柔体術  

Bedeutung der Kanji "geschmeidige/weiche Körper-Technik / -Kunst".

 

Es oftmals, wie das Jiu Jitsu / Jiu Jutsu, als "weiche /sanfte Kunst" bezeichnet.

Jedoch täuscht diese Bezeichnung und verharmlost etwas die Art des Vorgehens und die Ziele dieser Kampfmethode.

Da einzige was in dieser Form weich und sanft sein soll, ist die Bewegung des eigenen Körpers im Kampf, um ein direktes 

"Kräftemessen" mit dem Gegner zu verhindern. Je nach Ryu-ha werden sogar präventive Techniken geschult  

Diese Art des Tai-Jutsu betont das Werfen eines Gegner, die Gelenkmanipulation durch Schlagen und Hebel, ebenso werden festlege und festhalte Methoden trainiert, um den Gegner zu kontrollieren.

Jutaijutsu ist Bestandteil der beiden Stile Takagi Yoshin Ryu und Shindenfudo Ryu.

 

Dakentaijutsu ,打拳体術   

Bedeutung der Kanji "Faust schlagen Technik" 

In der Bedeutung kann man es als "Die Kunst mit Faust und Körper schlagen" übersetzen.

Diese Art legt seine Schwerpunkte auf Schlagen, Treten, Hebeln und blockieren des Gegners.

 

Es werden in dieser Stilrichtung auch kleinere Waffen verwendet. Die Tai-Jutsu Techniken wurden modifiziert, damit diese in die Zeit des frühen Edo Jidai passen.

Die Techniken entstanden in den markanten Zeiten, als noch Rüstungen getragen wurden, jedoch war dies in der "moderneren" Zeit veraltet. 

 

Es entwickelten sich die Formen des Kämpfens in Straßenkleidung und wurden sowohl in der Kukishin Ryu und als auch in der Shinden Fudo Ryu überliefert.

In diesen Stilen wurden einige Techniken bewahrt, die immer noch die Eigenschaften für Soldaten "Kampf in Rüstung" erkennen lassen. 

 

Einige Systeme des Dakentaijutsu haben die Formen für den Kampf in Rüstung be-/erhalten und haben sich der Entwicklung ins "Modern" verwehrt und diese Formen so im Ursprung weitgehend bewahrt.

Kosshijutsu ,骨指術   

Bedeutung der Kanji "Knochen-Finger-Technik / -Kunst"

 

In der Taijustu Art "Kosshi Jutsu" werden durch Schläge und Tritte  Störung des Nervenzentrum und Organe des Gegners angegriffen, um einen Gegner den Kampfwillen zu brechen und um ihn dadurch zu besiegen. 

Diese Techniken können vorübergehende Lähmung oder unfreiwillige Reaktionen in Arme und Beine hervorrufen, dadurch werden Angriffe des Gegner gestört.

Ebenso dienen sie zur Unterstützung der Entwaffnung eines Feindes. 

 

Die Bewegungen des Kosshi-Jutsu sind extrem schnell und kreisförmig um den Gegner.

Durch dynamische Bewegung werden Schläge und Tritte in ihrer Wirkung härter und somit haben die Treffer einen enormen Einfluß auf die Körperstruktur und das Gleichgewicht des Gegner.

Das Kosshijutsu wird in der Gyokko Ryu  verwendet.

 

Koppojutsu ,骨法術  

 Bedeutung der Kanji "Knochen brechen Technik / Kunst"

 

Diese Art des Taijutsu ist im Gegensatz zu den Jutai Jutsu Stilen ein harter Stil. Der eigene Körper wird in linearen Bewegung gegen dern Gegner bewegt.

Durch direkte Schläge und Tritte gegen die Gelenk-Bereiche des Gegners, wir die Struktur und somit das Gleichgewicht des gegnerischen Körpers anzugreifen. Mit dem "Brechen" ist nicht zwingend das Brechen von "Knochen" gemeint, sondern Ziel ist es durch Schmerzen den Kampffluss des Gegners zu stören und den Kampfwillen zu brechen.

Die Koto Ryu ist auf diese Techniken ausgerichtet.

 Trainingszeiten 

Montag  

19:oo Uhr - 20:30 Uhr

Donnerstag 

19:oo Uhr - 20:30 Uhr

Samstag :

SHINZAN KIDS ab 7 Jahren

11:oo Uhr - 12:oo Uhr

 

 Anschrift 

Trainingsort:

Shinzan Budojo

Malbergstr. 19

56244 Leuterod

 

Dojo Cho / Leitung

Heiko Nauheim

 

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+49 (0)2602_7744

+49 (0) 175160 7680

 Der Weg zu uns 

Unser Dojo ist ca 9 km von Montabaur und ca 4 km von Wirges entfernt 

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